Leki über Freiburgs Boom: „Diese Entwicklung ist phänomenal“
Freiburgs Vorstand Oliver Leki hat in der Sendung SWR Sport über den Aufschwung des SC Freiburg gesprochen. Der 53-Jährige zeigte sich nach dem 2:1 beim FC Augsburg am Samstag gut gelaunt und nannte die Entwicklung des Klubs „phänomenal“.
„Ich bin nach dem Sieg in Augsburg gut gelaunt angereist und freue mich, wieder einmal hier zu sein“, sagte Leki, der für Finanzen, Organisation und Marketing zuständig ist. Freiburg hatte das umkämpfte Spiel gedreht und ist mit 16 Punkten aus acht Spielen Dritter der Bundesliga. Europäisch spielt der Sport-Club diesmal in der Conference League. In der vergangenen Saison erreichte er das Finale der Europa League (0:3 gegen Aston Villa) und scheiterte im DFB-Pokal-Halbfinale knapp am VfB Stuttgart (1:2 nach Verlängerung).
Als Wendepunkt nannte Leki das Pokalfinale 2022, das Freiburg im Elfmeterschießen gegen RB Leipzig verlor. „Das Pokalfinale 2022 hat ein bisschen was mit uns als Verein gemacht“, sagte er. Früher sei der Trainer nicht böse gewesen, wenn der Klub früh aus dem Pokal ausschied. Diese Denkweise habe sich verändert.
Auch wirtschaftlich wächst der Klub. Auf der Mitgliederversammlung vermeldete Freiburg einen Überschuss von 30,5 Millionen Euro und einen Rekordumsatz von 212,1 Millionen Euro. Die Zahl der Mitglieder liegt bei über 85.000, vor knapp acht Jahren waren es noch 15.000.
„Als ich vor 13 Jahren angefangen habe, war ich ambitioniert, aber dass es sich so entwickelt hat, ist phänomenal“, sagte Leki. Ein Ende des Booms sei aktuell nicht absehbar. „Ich bin zuversichtlich, dass wir bald die 100.000 Mitglieder knacken werden.“
Zudem verwies Leki auf die Nachwuchsarbeit. Im 44-köpfigen Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft standen in der jüngsten Länderspielpause sieben Spieler, die die Fußballschule des Sport-Clubs durchlaufen haben. „Zufall ist das nicht“, sagte Leki. Die Fußballschule ist inzwischen 25 Jahre alt.