Leverkusen: Bekommt Blaswich gegen Marseille wieder den Vorzug?
Bayer Leverkusen steht vor der Frage, wer am Donnerstag (21.00 Uhr) im Europa-League-Spiel gegen Olympique Marseille im Tor steht. Trainer Carles Martínez hatte zuletzt auf Kreta überraschend Janis Blaswich statt Stammtorhüter Mark Flekken aufgeboten. Die Partie ist das erste Kracher-Spiel der Königsklassen-Alternative für die Leverkusener in dieser Saison.
Hintergrund ist die Defensivschwäche der Werkself. In den letzten drei Pflichtspielen kassierte Leverkusen neun Gegentore und verlor in der Liga bei der TSG Hoffenheim (0:3) sowie gegen den VfB Stuttgart (2:4) zweimal in Folge. Flekken wirkte bei der Niederlage gegen Stuttgart wackelig und erhielt von BILD die Note 5.
Eigentlich hatte Martínez eine klare Rollenverteilung festgelegt: Flekken ist die Nummer eins in Liga und Europa League, Blaswich kommt im DFB-Pokal zum Zug. Gegen NK Celje (2:0) und bei Lech Posen (4:0) stand Flekken im Tor. Bei OFI Kreta (2:0) bekam Blaswich im Wettbewerb seine Chance und glänzte in der 11. Minute beim Stand von 0:0 gegen Thiago Nuss.
Martínez nannte den Wechsel eine „Bauch-Entscheidung“. Er sagte: „Ich bin sehr zufrieden mit Mark, er ist gerade in einer sehr guten Phase. Aber Janis ist jeden Tag hier und er ist ganz wichtig für uns. Ich hatte das Gefühl, dass es ein guter Moment war, um Janis spielen zu lassen, weil er sich das verdient hat.“
Blaswich hat in dieser Saison drei Spiele bestritten, zwei davon ohne Gegentor, und insgesamt nur zwei Treffer kassiert. Seine Gegner waren Wehen Wiesbaden (4:0), OFI Kreta (2:0) und der 1. FC Nürnberg (5:2). Gegen Marseille soll nun ein Sieg und mehr defensive Stabilität her.