Littbarski kritisiert Köln: „Wir haben zu viel Mittelmaß“
Kölns Klublegende Pierre Littbarski hat die aktuelle Situation beim 1. FC Köln deutlich kritisiert. Beim Talk-Abend „Weltmeisterliche Gespräche“ mit Thomas Häßler im Deutschen Sport & Olympia Museum sagte der 66-Jährige am Dienstagabend: „Das ist wie Wackelpudding im Moment.“
Zuletzt gewann Köln das Derby gegen Gladbach mit 2:1, danach setzte es in Frankfurt eine 0:1-Niederlage. Littbarski, der 406 Bundesliga-Spiele für den FC bestritt, sprach über die Abwehrprobleme mit vielen Patzern und der Standardschwäche. Auch Trainer René Wagner, der bei vielen Fans unbeliebt ist, war Thema. „Ich habe kein super Gefühl. Ich habe keine Ahnung, was das wird. Ob der Trainer was kann oder ob er nichts kann. Und ob die doch noch lernen, zu verteidigen“, sagte Littbarski.
Auf Nachfrage von BILD wurde der Weltmeister von 1990 konkreter: „Wir haben nicht viele Spieler, die ein Spiel entscheiden können. Thielmann muss sich strecken, finde ich. Er kann viel mehr, ist aber ein totaler Mitläufer. Wir haben vorne Waldschmidt, der nie mehr als ein Ersatzspieler ist. Maina hat tolle Anlagen, ist aber nicht so torgefährlich.“ Zudem sagte er: „Fußball ist Mathematik: Wenn du nur 20 Tore reinkriegst und 60 oder 70 schießt, bist du unter den ersten fünf. Das können wir nicht, weil wir zu viel Mittelmaß haben.“
Auch Said El Mala (20) reiche allein nicht, um in der Offensive höhere Ziele zu erreichen. Zur Kritik an Wagner sagte Littbarski: „Ich weiß nicht, ob der jetzt wirklich unbeliebt ist. Im Endeffekt definiert sich das Woche für Woche, aber das wird nie ein Trainer sein, den die FC-Fans in die Arme nehmen.“ Er ergänzte: „Erfolgreich und ein Typ – das wäre am besten.“