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Interview

Lüftl will Schalkes Talentförderung ab der U9 stärken

08.10.2026 08:06

Schalkes Kaderplaner Max Lüftl will das Entdecken und Fördern eigener Talente beim Bundesliga-Aufsteiger noch stärker in den Mittelpunkt stellen. Wie der 32-Jährige der „WAZ“ sagte, soll der Grundlagen- und Aufbaubereich künftig schon ab der U9 gestärkt werden.

„Mit diesem Thema beschäftigen wir uns gerade sehr“, sagte Lüftl. „Dafür brauchen wir mehr Manpower, die Entscheidung haben wir bereits ganz bewusst getroffen.“ Entscheidend sei die Arbeit in den jungen Jahrgängen: „Diejenigen, die es am Ende nach oben schaffen, sind oft die Jungs, die ganz früh zu Schalke gekommen sind.“ Als frühere Beispiele nannte er Julian Draxler und Benedikt Höwedes, aktuell seien es Vitalie Becker, Mertcan Ayhan und Luca Vozar. Deren Emotionen bei der Unterschrift des Profivertrags seien „außergewöhnlich“ gewesen.

Bedenken, es sei schwierig, U9-Spieler zu scouten, trat Lüftl entgegen. „Es ist doch viel besser, einen guten U9-, U10-, U11-Spieler zu binden, der viel Entwicklungspotenzial und Zeit hat, sich dann emotionalisiert und identifiziert mit dem Verein“, sagte er.

Der gebürtige Passauer war Anfang 2026 nach Schalke gekommen, zuvor hatte sich der Klub von Kaderplaner Ben Manga getrennt. Seitdem wurde die Scouting-Abteilung umgebaut. „Der Fokus ist mehr ins Video- und Datenscouting gegangen, weil wir mit StatsLibuda eine tolle Ressource haben“, so Lüftl. Die Live-Beobachtung im Stadion bleibe wichtig. Knappenschmiede- und Lizenzscouting wurden zusammengelegt, denn „der fließende Übergang ist wichtig“.

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