Machtkampf beim FC Bayern: Rummenigge als kritischer Geist im Aufsichtsrat
Beim FC Bayern München sorgt die Vertragsverlängerung mit Sportvorstand Max Eberl für Unruhe in der Führungsetage. Laut einem Bericht von Sport1 will der frühere Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im Aufsichtsrat des Rekordmeisters weiter als "kritischer Geist" wirken. Das habe er hinter den Kulissen bereits klargemacht.
Rummenigge begründete seine unabhängige Haltung mit einem klaren Statement: "Für mich war wichtig, dass ich meine Entscheidung unabhängig treffe und mich nicht durch eine vorherige Empfehlung präjudizieren lasse." Diese Aussage gilt als Spitze gegen Aufsichtsratschef Herbert Hainer und Uli Hoeneß, die sich in dem Gremium und öffentlich offensiv für eine Verlängerung mit Eberl ausgesprochen hatten.
In einem Interview mit der "Abendzeitung" erlaubte sich Rummenigge zudem eine inhaltliche Spitze gegen Eberl selbst: Er hob den Anteil von Sportdirektor Christoph Freund und Campus-Leiter Jochen Sauer am Gelingen der zurückliegenden Transferperiode explizit hervor. Das Interview erschien, nachdem Rummenigge, Hainer und Hoeneß beim Heimspiel gegen Union Berlin noch gemeinsam auf der VIP-Tribüne der Allianz-Arena gesessen hatten. Der FC Bayern hatte das Spiel mit 7:0 gewonnen.
Die Verlängerung mit Eberl hatte der FC Bayern Ende August beschlossen. Der 53-Jährige ist nun ebenso wie CEO Jan-Christian Dreesen bis 2029 an den Klub gebunden. Hainer kommentierte die Entscheidung mit den Worten: "Kontinuität sorgt für Orientierung, Stabilität verschafft Stärke."
Laut Sport1 sind weitere kontroverse Diskussionen zwischen den mächtigen Männern des FC Bayern zu erwarten.