Mainz 05: Urs Fischer schweigt zur Taktik trotz Formtief
Mainz-Trainer Urs Fischer steht beim Bundesligisten FSV Mainz 05 im Fokus, weil sein Team in den vergangenen drei Spielen den Kontakt zur Wettbewerbsfähigkeit verloren hat. Die „Allgemeine Zeitung“ analysiert, welchen Anteil der Schweizer am Tief hat, und kommt zur Tendenz: Man weiß es nicht so genau.
Fischer arbeitet seit seiner Vorstellung am 7. Dezember 2025 in Mainz, also noch nicht einmal ein Jahr. Der 60-Jährige gilt fachlich als unantastbar und als topseriöser Arbeiter. Im Umgang mit den Spielern ist er eher streng und überlässt nichts dem Zufall. Seine Spielweise basiert auf physischer Intensität, taktischer Disziplin und defensiver Stabilität. Die Delle bei Union Berlin ereignete sich in seiner fünften Saison, als der Kader mit Bundesliga und Champions League nicht zurechtkam.
Schwer zu greifen ist der Fischer-Fußball, weil der Trainer kaum über Inhalte spricht. Weder vor noch nach den Spielen verrät er etwas über seine Matchpläne und argumentiert fast durchgehend mit seinen Basics. Beobachter müssen die Spiele daher ohne Trainerinformation lesen.
Dabei fallen Widersprüche auf. Mal verteidigen die Mainzer im Defensivblock hoch aggressiv, mal sind sie in den Zweikämpfen zurückhaltend. Mal gelingen Ballgewinne durch Pressing und Gegenpressing samt scharfem Umschalten, mal laufen die Spieler nur nebenher. Ob das am Matchplan liegt oder an taktischen Freiheiten der Profis, bleibt offen.
Wie berichtet, wartet Mainz seit Ende März auf einen Bundesliga-Heimsieg. In den drei verlorenen Heimspielen wirkte das Team zudem jeweils in der ersten halben Stunde auffallend träge.