Mainz ärgert sich über Schick-Handspiel vor dem 2:3 gegen Leverkusen
Mainz 05 hadert nach der 3:4-Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen mit dem Gegentor zum 2:3. Vor dem Treffer von Jarrell Quansah war der Ball Leverkusens Torjäger Patrik Schick an die Hand gesprungen. Der DFB sieht darin kein strafbares Handspiel.
Quansah traf im Nachsetzen, nachdem der Ball von Schicks Hand abgelenkt worden war. Der Videoschiedsrichter prüfte die Szene lange, dann ließ Schiedsrichter Dr. Max Burda das Tor gelten.
Verteidiger Stefan Posch kritisierte den Videoschiedsrichter deutlich: „Beim 2:3 weiß ich nicht, was der Videoschiedsrichter beruflich macht. Aber heute hat er anscheinend nicht hingeschaut. Das war eine entscheidende Phase. Wenn wir das Tor machen, können wir ein bisschen tiefer und kompakter stehen. So mussten wir natürlich aufmachen, was Leverkusen in die Karten gespielt hat.“
Für Sportdirektor Niko Bungert war nach wenigen Wiederholungen klar, dass der vorletzte Ballkontakt vor dem Tor mit der Hand erfolgte. „Das ist sehr bitter und fühlt sich unfair an“, sagte er. Hätte das Tor nicht gezählt, hätte man nach seiner Überzeugung „andere letzte 25 Minuten gesehen“.
Alex Feuerherdt, Leiter Kommunikation und Medienarbeit der DFB Schiri GmbH, erklärte: „Schick sprang der Ball vom Bauch an den normal gehaltenen Arm, insofern lag keine unnatürliche Verbreiterung des Körpers vor und auch keine Absicht.“ Da nicht Schick, sondern ein Mitspieler das Tor erzielte, sei das Handspiel auch nicht automatisch strafbar gewesen. Für den VAR habe es daher keinen Anlass gegeben, ein On-Field-Review zu empfehlen. Burda sah sich die Szene nicht erneut an.
Glück hatte Mainz dagegen in der 20. Minute. Stürmer Phillip Tietz traf Leverkusens Außenverteidiger Miguel Gutierrez mit offener Sohle und sah dafür nur Gelb.