Möller zweifelt: Ebnoutalib nach neun Spielen zu früh im DFB-Team?
Ex-Weltmeister Andreas Möller (59) hat die DFB-Nominierung von Eintracht-Stürmer Younes Ebnoutalib (23) hinterfragt. Sein Kernargument: Neun Bundesliga-Spiele seien eine zu schmale Basis für einen Nationalmannschaftseinsatz.
"Nicht falsch verstehen: Ich freu' mich riesig für ihn, das ist sensationell. Aber nach neun Bundesliga-Spielen? Früher hast du Jahre gebraucht, um in die Nationalelf zu kommen", sagte Möller in einem "Bild"-Interview. Bundestrainer Jürgen Klopp (59) hatte Ebnoutalib in seinen Kader berufen und setzt generell auf viele junge Spieler.
Ebnoutalib kam beim Debüt von Klopp als Bundestrainer zu seinem Länderspielpremiere: Beim 1:1 in den Niederlanden wurde er nach einer halben Stunde für den verletzten Kai Havertz (27) eingewechselt. Im zweiten Länderspiel, einem 0:1 gegen Griechenland in Augsburg, stand der Ex-Elversberger bereits in der Startelf.
Bei Eintracht Frankfurt schätzt Möller, selbst früherer Eintracht-Profi, den Angreifer deutlich höher ein. Das Duo Ebnoutalib und Jonathan Burkardt bezeichnet er als "Top-Stürmer". "Die beiden sind sehr schwer auszurechnen. Sie können köpfen, sie können schießen, sie können Doppelpässe, sie können hinter laufen. Da ist alles drin", erklärte Möller. Die Stärke des Duos liege laut Möller auch in seiner Variabilität: "Mal macht Burkardt die Wege, dann ist Ebnoutalib mehr im Fokus, und umgekehrt."