Muslic nimmt Schalker Pleite in Freiburg auf seine Kappe
Schalkes Trainer Miron Muslic hat die 1:2-Niederlage beim SC Freiburg am Sonntagabend auf seine Kappe genommen. Der 44-Jährige räumte ein, mit seinen späten Wechseln und der Systemumstellung einen Fehler gemacht zu haben, obwohl seine Mannschaft über 25 Minuten in Überzahl spielte.
Freiburgs Yuito Suzuki hatte in der 64. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen. In der 79. Minute brachte Muslic mit Hee-Chan Hwang und Adil Aouchiche zwei frische Offensivkräfte und stellte von Dreier- auf Viererkette um. Keisuke Goto traf in der 85. Minute zum 2:1 für die Breisgauer. „Wir hatten das Gefühl, dass heute noch mehr möglich wäre. Dann habe ich die Statik verändert, damit wir das 2:1 machen. Das hat der Mannschaft nicht gutgetan, damit habe ich einen Fehler gemacht“, sagte Muslic. Er ergänzte: „Die Mannschaft konnte damit nicht umgehen. Diese Niederlage muss ich taktisch auf meine Kappe nehmen.“
Den Vorwurf der Gier ließ der Schalker Coach nicht gelten: „Gierig ist sicherlich das falsche Wort, so denken wir als Trainer nicht.“ Man habe ein Momentum nutzen wollen. „Ich bin sehr, sehr enttäuscht, weil ein Punkt absolut drin war.“ Freiburgs Trainer Julian Schuster nannte die Analyse „wahre Größe“ und sagte, so etwas habe er selten erlebt.
Schalke steht nach fünf Spieltagen auf Platz 13. Die Offensive bleibt die Baustelle: Gegen Elversberg und Bayern München blieb es in beiden Heimspielen beim 0:0. Am kommenden Spieltag empfängt S04 den FSV Mainz 05, eine Woche später geht es zum 1. FC Köln.