Nandja nach 1:3 in Frankfurt: „Geht auf meine Kappe“
HSV-Verteidiger Shafiq Nandja hat nach dem 1:3 bei Eintracht Frankfurt Verantwortung für das dritte Gegentor übernommen. Der 19-Jährige stand zum dritten Mal in Serie in der Startelf von Trainer Merlin Polzin und stellte sich anschließend in der Mixed Zone den Fragen.
„Es ist natürlich schlecht von mir gemacht. Dass das dritte Tor ein bisschen auf meine Kappe geht, ist auch ärgerlich“, sagte Nandja. Vor dem Treffer verlor er den Ball an Frankfurts Can Uzun, der das Tor vorbereitete. Den Körpereinsatz des Gegenspielers empfand Nandja als grenzwertig: „Ich habe einen Kontakt gespürt und das Gleichgewicht verloren. Ärgerlich, dass der Schiedsrichter es nicht abpfeift.“
Vor der Pause sah Nandja nach einem Tritt auf den Fuß von Farès Chaibi die Gelbe Karte (33.). „Das sind Dinge, die mich dann ein bisschen zurückhalten, noch ein komplett sauberes Spiel zu spielen“, sagte er. Solche Fouls müsse er „vielleicht abstellen, damit ich am Ende noch freier spielen kann“. Zugleich erklärte er: „Heute habe ich auch einen Schritt gemacht, mit und ohne den Ball.“
Im Mai hatte Nandja seinen ersten Profivertrag unterschrieben, inzwischen kommt er auf acht Einsätze unter Polzin. Dass er so oft spielt, hängt auch mit den Ausfällen von Nicolás Capaldo, Jordan Torunarigha und Sebastiaan Bornauw zusammen. Nandja und den anderen Talenten wie Otto Stange oder Jason Bissi-Mouelle werde „jede Woche das Vertrauen“ geschenkt, sagte er. „Für den HSV auf dem Platz zu stehen, ist einfach mein Traum und ich liebe es.“ Der HSV hat zuletzt dreimal in Folge verloren.