Nyland wehrt sich gegen Kritiker: „Unglaublich enttäuschend“
Leipzigs Torwart Ørjan Nyland hat sich nach dem Wirbel um seine Leistungen in Norwegens Nationalmannschaft auf Instagram gegen seine Kritiker gewandt. Der 36-Jährige meldete sich kurz vor seiner Rückkehr nach Leipzig zu Wort. Am Mittwoch stand er wieder im Training des Bundesligisten.
Auslöser waren Patzer in vier Länderspielen in Folge, die Nyland am Ende den Stammplatz im norwegischen Tor kosteten. „Das Treffen der Nationalmannschaft verlief nicht ganz so, wie wir es uns erhofft hatten. Als Team haben wir viele gute Leistungen gezeigt, aber im Fußball passieren Fehler, selbst wenn man alles tut, um sie zu vermeiden“, schrieb Nyland.
Er fügte an: „Dennoch ist es unglaublich enttäuschend zu sehen, dass manche Leute immer noch voreingenommen sind. Wie ich schon unzählige Male gesagt habe: Als Torwart muss man Kritik ertragen können, aber dieses Mal geht es um etwas völlig anderes.“ Nach der WM stand der 79-fache Nationalspieler deutlich stärker in der Kritik als seine Teamkollegen.
Schon vor der Fehlerserie war seine Rolle als Nummer 1 wegen fehlender Spielzeit in Leipzig infrage gestellt worden. Gefordert wurde Konkurrent Egil Selvik, der bei Brest Stammspieler ist.
Rückendeckung bekam Nyland von Norwegens Torwarttrainer Frode Grodås. „Meiner Meinung nach machen der Mediendruck und die Situation, mit der Ørjan H. Nyland konfrontiert war, es ihm unmöglich, sein Bestes zu geben und als Torwart Höchstleistungen zu erbringen“, schrieb die frühere norwegische Nummer 1 auf Instagram. Grodås glaubt, kein norwegischer Fußballer habe so viel einstecken müssen. Nylands Frau Tine Rotevatn Nyland hatte die zwei Wochen zuvor als „reinste Hölle“ bezeichnet und Norwegens Medien scharf kritisiert.
In Leipzig kann sich Nyland nun erst einmal erholen. Als Nummer 2 hat er beim Bundesligisten abgesehen vom Pokal allerdings kaum Aussicht auf Einsätze.