Pejcinovic gelassen trotz Torflaute: „Da bin ich ehrlich“
VfB-Stürmer Dzenan Pejcinovic spürt trotz seiner Ablöse von 25 Millionen Euro keinen zusätzlichen Druck. Im Interview mit dem kicker sprach der 21-Jährige offen über seine Torflaute, ein Gespräch mit Bundestrainer Jürgen Klopp und die Trennung von seiner Beratungsagentur.
„Ich weiß, dass ich damit der zweitteuerste Zugang der Vereinsgeschichte bin. Aber deshalb sage ich mir jetzt nicht, dass noch mal mehr von mir kommen muss“, sagte Pejcinovic. Nur Deniz Undav war mit 26,7 Millionen Euro teurer. Der Stuttgarter Start war zunächst furios: Bei seinem Pflichtspieldebüt in der ersten Pokalrunde bei Hansa Rostock traf er dreifach. In den ersten drei Bundesligaspielen gegen Bayern (1:5), Köln (4:1) und Hoffenheim (1:2) stand er in der Startelf, blieb aber wirkungslos. Nach einer vergebenen Großchance in Hoffenheim übernahm Ermedin Demirovic wieder den Platz im Zentrum. Bilanz bislang: sechs Pflichtspiele, 383 Minuten, drei Tore, alle im Pokal.
Dass bei ihm der Wurm drin ist, bestätigte der Mittelstürmer: „Das kann man schon so sagen, da bin ich ehrlich.“ Solche Phasen werde es „bestimmt noch einige Male in meinem Leben geben“. Wichtig sei, „Ruhe zu bewahren und auf seine Qualitäten zu vertrauen“. Klopp suchte bei seinem Besuch in Stuttgart das Gespräch mit ihm. Es ging um Verbesserungen für die A-Nationalmannschaft, als Vorbilder fielen die Namen Robert Lewandowski und Harry Kane.
Neu ist auch Pejcinovics Beratung. Nach dem Wechsel habe es „ein, zwei Unstimmigkeiten“ gegeben, weshalb die Familie die Zusammenarbeit mit der Agentur beendete. „Mein Vater hat das übernommen“, sagte er.
Zunächst ist Pejcinovic am Dienstag mit der U21 gegen Georgien gefordert. Am Samstag (15.30 Uhr) tritt der VfB, mit drei Punkten nur auf Platz 15, bei Aufsteiger Paderborn an.