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Pherai über Eklat in Guatemala: „Das schlimmste Spiel meiner Karriere“

08.10.2026 13:36

HSVs Mittelfeldspieler Immanuel Pherai hat nach dem Nations-League-Spiel seiner Nationalmannschaft Suriname in Guatemala schwere Vorwürfe erhoben. Beim 0:1 im entscheidenden Gruppenspiel um den Einzug ins Viertelfinale sei es zu rassistischen Beleidigungen gekommen. Am Donnerstag stand Pherai nach der langen Reise wieder im Volkspark auf dem Trainingsplatz.

„So etwas habe ich noch nie erlebt. Es war krass. Die haben alles versucht, um uns aus dem Spiel zu nehmen“, berichtet Pherai. Schon am Tag vor dem Spiel hätten Leute vor dem Hotel Krach gemacht. Zudem durfte Suriname nicht im Stadion trainieren und musste auf einen Kunstrasen ausweichen. Während der Partie hätten 25.000 Zuschauer 90 Minuten lang „Negro, Negro“ gerufen, auch bei der Nationalhymne sei gepfiffen worden.

In der 60. Minute wurde Surinames Stürmer Richonell Margaret nach rassistischen Beleidigungen von den Zuschauern laut Pherai so provoziert, dass er die Beherrschung verlor und Rot sah. „Als er den Platz verließ, wurde er mit Essen und Flaschen beworfen. Es gab Affenlaute“, sagt Pherai. Der Schiedsrichter habe die Lage nicht im Griff gehabt, Suriname spielte mit zehn Mann weiter. Nach dem Abpfiff kam es zu einer Schlägerei beider Teams. Die Polizei sei erst nach zehn Minuten auf den Platz gekommen. „Wir hätten uns alle besser verhalten können, aber ich würde nie akzeptieren, wenn meine Mitspieler angegriffen werden“, sagt Pherai.

Pherai spielt seit zwei Jahren für Suriname und hatte bereits in El Salvador einen Rassismus-Vorfall erlebt. „Wenn man die Begleitumstände bewertet, war es das schlimmste Spiel in meiner bisherigen Karriere“, sagt er. Im Kader von HSV-Trainer Merlin Polzin ist er am Wochenende weiterhin keine Option. Wie berichtet, lehnte Pherai im Sommer mehrere Angebote ab. Sehr wahrscheinlich versucht er in der Winterpause erneut, einen neuen Klub zu finden. Die nächste Länderspielreise mit Suriname steht im November an.

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