Philippe von Hamburg nach Paderborn: Vieira-Transfer löste Leihe aus
Rayan Philippe wechselte kurz vor Transferschluss auf Leihbasis vom HSV zum SC Paderborn. Auslöser war die Verpflichtung von Fábio Vieira Ende August, wie HSV-Trainer Merlin Polzin erklärt. An diesem Samstag (15.30 Uhr) trifft der Stürmer mit Paderborn erstmals auf seinen Stammklub.
Philippe hatte in der Sommervorbereitung überzeugt. Polzin lobte im August: „Rayan hat sich viel vorgenommen. Es zeichnet ihn als Charakter aus, dass er an den Dingen arbeitet, die uns vergangene Saison nicht so gefallen haben.“ Im Test gegen OSC Lille (2:2) traf der Franzose per direktem Freistoß. „Die Situation hat sich mit dem kurzfristigen Wechsel von Fábio verändert“, sagt Polzin rückblickend.
Der Trainer führte ein offenes Gespräch mit Philippe und sagte ihm, „dass seine Spielzeit vielleicht nicht erhöht wird – sondern dass ein Konkurrent mehr da ist“. In der Woche nach dem ersten HSV-Spiel in Dortmund (0:2), in dem Philippe als Joker eingewechselt wurde, einigten sich die Parteien auf die Leihe. Polzin nennt sie eine „Super-Lösung“ für alle Beteiligten.
Beim Aufsteiger fällt die Bilanz bislang durchwachsen aus. Gegen Freiburg (0:1) stand Philippe bei seinem Debüt in der Startelf, danach kam er viermal in Folge als Joker, zuletzt beim 2:2 in Bremen. Ein Scorerpunkt gelang dem 25-Jährigen noch nicht. Der HSV hatte ihn im Vorjahr für rund drei Millionen Euro verpflichtet.
Philippe steht in Hamburg noch bis 2028 unter Vertrag, die Leihe läuft bis Saisonende. Polzin sagt: „Rayan ist ein unglaublicher Spieler und sehr professionell in allem, was er macht.“ Er fügt hinzu: „Ich wünsche ihm nur das Allerbeste. Er hat in Paderborn schon gezeigt, warum sie sich für ihn entschieden haben.“