Querfeld kämpft bei Union um seinen Stammplatz
Unions Innenverteidiger Leopold Querfeld muss unter Trainer Mauro Lustrinelli um seinen Stammplatz kämpfen. Nach dem Mannschaftstraining am Dienstag blieb der Österreicher als Einziger länger auf dem Platz und übte mit zwei Co-Trainern den Spielaufbau.
Früher dirigierte Querfeld als Abwehrchef der Fünferkette das Aufbauspiel, mit Diogo Leite links und Danilho Doekhi rechts von ihm. Im Saisonfinale machte Marie-Louise Eta daraus eine Viererkette, auch Lustrinelli lässt bislang in dieser Formation spielen. Auf der linken Seite bevorzugt der Trainer einen Linksfuß, zuletzt meist Felix Udokhai. Zudem muss sich Querfeld gegen Neuzugang Zeno Van Den Bosch und Rückkehrer Marvin Friedrich behaupten.
Der Start verlief schwierig: Nach vier Spielen steht Union mit einem Punkt und 17 Gegentoren auf dem vorletzten Platz. Querfeld verschuldete beim 3:3 gegen Eintracht Frankfurt einen Gegentreffer. „Nicht nur für mich, sondern auch für uns als Mannschaft“ seien es keine leichten Wochen gewesen, sagte er. Manchmal brauche es einen solchen „Reality-Check“, man müsse „aus diesen Phasen lernen, um die bessere Version von einem selbst zu werden“. Den Konkurrenzkampf sieht er positiv: „Ich glaube, Konkurrenzkampf ist auch etwas Positives, er kann die Leistungen im Training fördern.“ Die Extraeinheit absolviere er regelmäßig, um persönliche Schwerpunkte zu schärfen.
Querfeld will künftig wieder vorangehen. „Ich versuche, der Mannschaft mit meiner Qualität zu helfen, sie auch mit meiner Qualität zu führen“, sagte er. Nach dem 0:7 in München und drei Wochen Pause freue er sich, am Sonnabend gegen den SV Elversberg zu zeigen, „was eigentlich in uns steckt“.