Røssing-Lelesiit vor HSV-Comeback: "Das war nicht so klug"
Alexander Røssing-Lelesiit steht nach acht Monaten Verletzungspause vor seinem Comeback beim HSV. Der 19-jährige Norweger zog sich im Januar einen Riss der Syndesmose zu, ehe die Verletzung kurz vor dem geplanten Comeback im April erneut aufbrach.
Die Zwangspause war für den Angreifer besonders hart. "Das war ganz besonders hart, weil ich mich so sehr darauf gefreut hatte, bald wieder auf dem Platz stehen zu können", sagte Røssing-Lelesiit im MOPO-Interview. Kraft schöpfte er in dieser Zeit aus Aufenthalten in Norwegen, wo Freunde, Eltern und sein kleiner Bruder für ihn da waren. Am meisten habe ihm das Gefühl gefehlt, im ausverkauften Volksparkstadion zu spielen: "Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, das du gegen nichts eintauschen kannst."
Das Heimspiel gegen Stuttgart am 17. Oktober weckt besondere Erinnerungen. In der Vorsaison bereitete Røssing-Lelesiit im Volkspark Robert Glatzels 1:0 gegen den VfB vor, sein erster Scorerpunkt für den HSV. Allerdings sah er in dieser Partie auch die Rote Karte. "Das war nicht so klug", gestand er mit einem Schmunzeln.
Røssing-Lelesiit blickt auf eine bewegte erste HSV-Zeit zurück. Im Januar 2025 gewechselt, stand er beim Bundesliga-Auftakt in Gladbach direkt in der Startelf. Den Aufstieg mit dem HSV bezeichnete er als "einen der großartigsten Momente meines Lebens". Beim Länderspiel Norwegen gegen Dänemark im Osloer Ullevaal-Stadion verfolgte er seine Teamkollegen Sander Tangvik, David Møller Wolfe und Albert Grønbæk in der Nationalmannschaft.
Neben dem Fußball absolvierte Røssing-Lelesiit während der Verletzungspause drei Schulprüfungen in Norwegen, alle bestanden. Vier weitere Prüfungen fehlen ihm noch zum norwegischen Abitur, darunter eine in Psychologie. Im November, während der nächsten Länderspielpause, will er das Abitur abschließen.