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Interview

Rose springt Kölns Trainer Wagner zur Seite: „Schon ein Brett“

29.10.2026 10:14

Marco Rose, früherer Trainer von Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig, hat den Umgang mit Bundesliga-Trainern scharf kritisiert. Besonders deutlich wurde er bei RTL/Sky Sport im Fall von Kölns Trainer René Wagner. „Wenn ich jetzt mal den 1. FC Köln nehme, kann man fast schon sagen, der Trainer ist schon Geschichte. Ohne dass er es eigentlich verdient hat.“

Rose, der inzwischen beim englischen Erstligisten AFC Bournemouth arbeitet, betonte, der 38-jährige Wagner gebe offensichtlich alles. „Nichts ist gut genug, und dann wird er ausgepfiffen, dann wird er angefeindet“, so der 50-Jährige. „Das mit nach Hause zu nehmen, das ist schon ein Brett.“ Er forderte mehr Nachsicht: „Es ist ein privilegierter Job, aber es ist auch ein Job mit großem Druck.“

Aus eigener Erfahrung sagte Rose: „Die letzten Monate in Leipzig haben mit mir schon auch was gemacht. Ich habe gekämpft. Ich habe wahrscheinlich auch ein Stück weit meine Leichtigkeit verloren.“ Bei RB Leipzig habe er im Fall von Martin Demichelis den Eindruck, „dass der Daumen gesenkt ist“.

In Köln war die Stimmung zuletzt schlecht, obwohl die Punkteausbeute so früh in der Saison passabel ist. Das 0:0 gegen Schalke endete in einem Pfeifkonzert und „Wagner raus“-Rufen.

Am Dienstagabend gewann der FC im DFB-Pokal 5:0 gegen Union Berlin und zog ins Achtelfinale ein. Said El Mala traf doppelt und legte einen weiteren Treffer auf. Der Sieg dürfte Wagner bei Fans und Mannschaft wieder Kredit verschafft haben. Wie lange das trägt, ist offen.

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