Rummenigge: Freund und Sauer übernehmen Campus-Verantwortung
Karl-Heinz Rummenigge hat im Interview mit der Abendzeitung München die künftige Aufgabenverteilung beim FC Bayern präzisiert. Sportdirektor Christoph Freund und Jochen Sauer übernehmen demnach die komplette Verantwortung für den Bayern-Campus. Freunds Vertrag wurde bis 2029 verlängert.
Rummenigge begründete die Entscheidung mit den Leistungen des Duos in der laufenden Saison. Der FC Bayern hatte ursprünglich geplant, Palhinha, Boey, Zaragoza und Nübel zu verkaufen und dafür zwischen 60 und 70 Millionen Euro zu erlösen. Tatsächlich kamen nur 20 Millionen Euro herein. Rummenigge: "Gerettet haben uns dann die Verkäufe der jungen Spieler, unter anderem von Aseko, Ibrahimovic und Kusi-Asare. Das war in erster Linie der Verdienst von Jochen und Christoph."
Zum Scouting stellte Rummenigge klar, dass Freund gemäß Organigramm ohnehin für die Auswahl des Chefscouts zuständig ist. Der Vertrag von Chefscout Nils Schmadtke läuft 2027 aus. Sportvorstand Max Eberl steht organisatorisch über dem Scouting-Bereich.
Rummenigge äußerte sich zudem zu seiner Enthaltung bei der Abstimmung über Eberls Vertragsverlängerung. Ihn habe die Vorgehensweise des Präsidialausschusses gestört, der aus Uli Hoeneß, Herbert Hainer sowie den Vertretern von Adidas, Audi und Allianz besteht. "Wenn eine solche Empfehlung aber an die Zeitung durchgestochen wird und dadurch der Eindruck entsteht, die Entscheidung sei praktisch schon gefallen, dann habe ich damit ein Problem", sagte Rummenigge. Er habe die Beteiligten direkt darauf angesprochen.
Das Führungsquartett für die Zukunft sieht Rummenigge in Jan-Christian Dreesen, Max Eberl, Christoph Freund und Rouven Kasper. Dreesen bezeichnete er als "große Konstante im Vorstand". Als Bedingung für seine eigene Rückkehr in den Aufsichtsrat vor drei Jahren hatte Rummenigge nach eigenen Angaben Dreesens Verbleib gefordert.