Schalke in der Krise: Muslic vor der größten Bewährungsprobe
Schalkes Trainer Miron Muslic steckt erstmals als Schalke-Coach in einer sportlichen Krise. Nach dem 0:2 gegen RB Leipzig steht der Aufsteiger auf einem direkten Abstiegsplatz, zudem ist die Mannschaft aus dem DFB-Pokal ausgeschieden.
Die Bilanz ist ernüchternd: Aus acht Pflichtspielen holte Schalke nur zwei Siege, in Halle und in Berlin. Ein Heimsieg und ein Heimtor fehlen weiter. In sechs Pflichtspielen gelang der Mannschaft nur ein Treffer. Die Umstellung von Dreier- auf Viererkette brachte gegen Leipzig keinen Umschwung. Zahlreiche Leistungsträger fallen zudem verletzt aus.
Bislang moderierte Muslic Kritik am Spiel zum Ende der vergangenen Hinrunde und angebliche Streitigkeiten in der Kabine mit ruhiger Art weg. Seine Devisen lauteten, von Spiel zu Spiel zu denken, hart zu arbeiten und sich auf den Sport zu konzentrieren. In der Bundesliga reicht das einem Kommentar der Quelle zufolge allein nicht mehr. Es brauche spielerische Lösungen und ein klares Konzept für mehr Torgefahr.
Rückhalt hat der Coach im Umfeld. Nach dem Leipzig-Spiel bekannte sich unter anderem Timo Becker klar zu Muslic. Die Ultras schworen vor der Partie die Nordkurve auf vollen Support ein, unabhängig vom Ergebnis.
Wegweisend wird der Spielplan: Schalke trifft auf Paderborn (28. November), im Derby auf den BVB (5. Dezember), auf den HSV (12. Dezember) und auf Gladbach (19. Dezember). In diesen Duellen muss Muslic zeigen, dass er der Mannschaft auch jenseits des bisherigen Erfolgsrezepts neue Wege aufzeigen kann.