Schalke senkt Nettoverbindlichkeiten unter 100 Millionen Euro
Der FC Schalke 04 hat seinen Geschäftsbericht für die Saison 2025/26 veröffentlicht. Erstmals seit 2017 liegen die Nettofinanzverbindlichkeiten des Bundesliga-Aufsteigers wieder unter 100 Millionen Euro. Ein möglicher Punktabzug für die Saison 2027/28 ist aber noch nicht vom Tisch.
Zum 30. Juni 2026 betrugen die Nettofinanzverbindlichkeiten 97,9 Millionen Euro, im Vorjahr waren es 110,8 Millionen Euro. Die Einnahmen aus der Vermarktung stiegen von 35,5 auf 41,5 Millionen Euro, im Merchandising von 14,3 auf 18,9 Millionen Euro. Unter dem Strich steht ein Konzernüberschuss von 200.000 Euro. Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers sagte: „Wir haben uns aus wesentlichen finanziellen Zwängen der Vergangenheit befreit.“
Sorgen bereitet weiterhin das negative Eigenkapital. Es lag zum 30. Juni 2026 bei rund 97,2 Millionen Euro, im Vorjahr waren es 99,1 Millionen Euro. Entscheidend ist jedoch der Vergleich mit dem 31. Dezember 2025, als der Wert bei rund 96,6 Millionen Euro lag. Schalke muss die Kennzahl bis zum Jahresende um etwa 600.000 Euro verbessern. Gelingt das nicht, drohen drei Punkte Abzug für 2027/28.
Nach Informationen von RUHR24 sind die Verantwortlichen zuversichtlich, die Auflage zu erfüllen. Für die laufende Saison 2026/27 erwartet der Klub steigende Umsätze und einen Jahresüberschuss im mittleren einstelligen Millionenbereich. Rühl-Hamers mahnte dennoch: „Die nächsten Jahre bleiben unverändert herausfordernd. Gleichzeitig kommen wir endlich wieder stärker ins Ermöglichen und Gestalten.“