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Schalke unter DFL-Druck: Eigenkapitalregel schränkt Transfers ein

09.10.2026 12:09

Der FC Schalke 04 muss wegen der DFL-Eigenkapitalregel sein negatives Eigenkapital weiter abbauen und hat dadurch nur begrenzten Spielraum auf dem Transfermarkt. Das negative Nettoeigenkapital lag zuletzt bei 96 Millionen Euro. Gelingt die vorgeschriebene Verbesserung nicht, droht ein Punktabzug.

Ein wichtiger Stichtag ist der 31. Dezember 2026. Bis dahin darf sich das negative Eigenkapital gegenüber Ende 2025 nicht erhöht haben. Andernfalls würden die Königsblauen mit drei Punkten Abzug in die Saison 2027/28 starten. Für Schalke zählt damit nicht allein der sportliche Erfolg, auch das Jahresergebnis muss stimmen.

Ab der Saison 2027/28 gelten zudem neue Regeln. Im Falle des Klassenerhalts wäre Schalke kein Aufsteiger mehr und müsste das negative Eigenkapital laut DFL-Vorgaben um mindestens zehn Prozent abbauen. Aktuell wären das rund zehn Millionen Euro. Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers sprach bei der Mitgliederversammlung davon, dass 2027 „ein teuflisches Jahr“ werden könnte.

Die Lage wirkt sich auf die Kaderplanung aus. Schalke kann neue Spieler nicht allein nach sportlichem Bedarf verpflichten. Der Verein muss zugleich Ablösesummen, Gehälter und mögliche Einnahmen im Blick behalten. Größere Investitionen sind damit nur begrenzt möglich. Transfererlöse können dagegen helfen, die Bilanz zu entlasten.

Für die Verantwortlichen entsteht ein Spagat. Die Mannschaft soll konkurrenzfähig bleiben, ohne dass die finanzielle Konsolidierung aus dem Blick gerät. Jeder Transfer muss deshalb auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewertet werden. Ein Gewinn wäre nicht nur ein positives Signal, sondern könnte auch entscheidend sein, um einen Punktabzug zu verhindern.

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