Schalke zum vierten Mal Auswärtsfahrer-Meister – Gegner reagieren
Der FC Schalke 04 ist zum vierten Mal in Serie Deutscher Auswärtsfahrermeister. In der Saison 2025/26 begleiteten rund 119.600 Anhänger die Königsblauen zu ihren Zweitliga-Auswärtsspielen, im Schnitt über 7.000 pro Partie. Platz zwei belegt der Hamburger SV, Platz drei der VfB Stuttgart. Es ist das dritte Mal in Folge, dass diese drei Klubs gemeinsam die Top 3 bilden.
Höhepunkt der Saison war das Spiel in Berlin: Rund 25.000 Schalke-Fans reisten ins Olympiastadion, mehr als Bundesligist TSG Hoffenheim oder der VfL Wolfsburg in ihrer kompletten Saison an Auswärtsfahrern aufboten. Bei 15 der 17 Auswärtsspiele stellten die Knappen den jeweiligen Saisonrekord im Gästeblock auf. Bei jeder einzelnen Partie war zusätzlich auch das Heimstadion des Gegners restlos ausverkauft.
Die Strahlkraft hat Konsequenzen: Kommende Gegner reagieren bereits mit gezielten Gegenmaßnahmen. Die TSG Hoffenheim ermöglicht eigenen Mitgliedern den Ticketkauf ab dem 29. September, der freie Verkauf startet jedoch erst am 27. Oktober, kurz vor dem Spiel am 8. November. Schalke-Fans stünden damit vor einer rund fünfstündigen Anreise mit minimaler Vorlaufzeit für Hotelbuchungen und Urlaubsplanung. Beim letzten Aufeinandertreffen in Sinsheim hatten rund 20.000 Schalke-Fans das Stadion eingenommen.
Auch der FC Augsburg reagierte vor dem ersten Spieltag, allerdings finanziell. Das Heimspiel gegen Schalke wurde in die teuerste Preiskategorie A eingestuft, ein normaler Sitzplatz kostete 75 Euro. Für das Spiel gegen Meister Bayer Leverkusen verlangte Augsburg für vergleichbare Plätze 15 bis 20 Euro weniger, für Schulklassen gab es dort Tickets bereits ab 15 Euro. Der Grund liegt nicht in der sportlichen Bedeutung, sondern in der Nachfrage: Bei Schalke ist der Kartenabsatz garantiert, bei Leverkusen benötigt Augsburg Sonderaktionen, um die Arena zu füllen.