Schalkes Lüftl über Scouting: „Nicht so einfach wie im Computerspiel“
Schalkes Direktor Profifußball und Scout Maximilian Lüftl hat im Gespräch mit der WAZ über seine Arbeit gesprochen. Der 32-Jährige zieht dabei Vergleiche zu Fußball-Manager-Simulationen, die er schon als Jugendlicher am Computer spielte.
„Als ich jung war, habe ich sehr oft Fußball-Manager-Simulationen am Computer gespielt“, sagte Lüftl. Besonders in Erinnerung blieb ihm der „Fußball Manager 11“. Gereizt habe ihn vor allem „das Beobachten von Spielern und Mannschaften“. Eine Gemeinsamkeit zu heute sieht er in der Mission: „Auch beim Fußball Manager war immer die Mission, aus wenig viel zu machen: Entwickeln, verkaufen, Geld einnehmen.“ Für die finanziell weiterhin eingeschränkten Schalker ist dieser Ansatz wichtig.
Zugleich betonte Lüftl die Unterschiede: „Leider ist der Job in der Realität nicht so einfach wie im Computerspiel.“ Am Computer entscheide man allein, „und es kommen keine anderen Meinungen dazu; keine Befindlichkeiten, keine anderen Vereine, Agenten oder Spieler“. Dass sein Ansatz funktionieren kann, zeigte sich unter anderem bei Adil Aouchiche. Der frühere Hannoveraner erwies sich als gelungene Verpflichtung.
Im Winter könnte Lüftl erneut gefordert sein. Schalke stellt mit nur vier Treffern nach acht Spieltagen die schwächste Offensive der Liga, in sechs Partien blieb S04 ohne eigenes Tor. Schalke-Boss Frank Baumann sagte nach der Niederlage gegen RB Leipzig: „Wir analysieren im Winter wie in jeder Transferphase sehr genau, was die Mannschaft braucht und ob wir unseren Kader optimieren können.“