Scherhant überzeugt bei Klopp: Stärke im Strafraum, Schwäche im Abschluss
Freiburgs Linksaußen Derry Scherhant zählt zu den Gewinnern der ersten Länderspielphase unter Bundestrainer Jürgen Klopp. Beim 0:0 in Griechenland bereitete er den vermeintlichen Führungstreffer von Jonathan Burkardt vor. Zuvor hatte sich der erste Kader im eigenen Ballbesitz noch ideenlos gezeigt.
Scherhant kurbelte auf der linken Seite immer wieder die Angriffe an und ging mutig in die Eins-gegen-Eins-Duelle. Laut Opta verzeichnete er gegen Griechenland zehn Ballaktionen im gegnerischen Strafraum. Nur Kai Havertz im WM-Spiel gegen Curacao und Jamal Musiala im Testspiel gegen Finnland hatten 2026 in einem Spiel der DFB-Elf mehr.
Beim SC Freiburg setzt der 23-Jährige seine Frühform fort. In den ersten sieben Pflichtspielen erzielte er zwei Tore und bereitete sieben weitere Treffer vor, darunter ein Tor und drei Vorlagen in vier Bundesliga-Spielen. Laut FotMob kommt er auf 21 Ballaktionen im gegnerischen Strafraum, mehr als 89 Prozent aller Flügelspieler der Liga. In der Vorsaison, als er noch kein Stammspieler war, lag er hochgerechnet auf 90 Minuten über 75 Prozent.
Die Schwäche war bisher der Abschluss der Aktionen. In der Vorsaison spielten rund 77 Prozent der Bundesliga-Flügelspieler mehr Großchancen pro 90 Minuten heraus. In dieser Saison liegt er dagegen vor rund 83 Prozent der Außenstürmer.
Setzt Scherhant diese Zielstrebigkeit fort, hat er gute Karten auf einen Platz im Stammpersonal der Nationalmannschaft. Dieselbe Konsequenz muss er auch im DFB-Dress zeigen, denn in Griechenland fehlten Klopps Elf die Großchancen.