Schick zum Fußballer des Jahres gewählt und offen für Comeback
Leverkusens Stürmer Patrik Schick ist in Tschechien zum Spieler der Saison 2025/26 gewählt worden. Bei der Preisverleihung in Prag am Montag ließ der 30-Jährige eine Rückkehr in die Nationalmannschaft ausdrücklich offen. Im Juni war er nach dem WM-Aus als Gruppenletzter aus dem Team zurückgetreten.
Der Verband der Sportjournalisten vergab den Goldenen Ball zum zweiten Mal an Schick, nachdem er ihn bereits 2021/22 erhalten hatte. „Das ist eine große Auszeichnung, die ich sehr zu schätzen weiß“, sagte er. In der Bundesliga traf er in der vergangenen Saison 16 Mal. Für Tschechien erzielte er in 56 Länderspielen 26 Tore.
Auf die Frage nach einem Comeback antwortete Schick zunächst knapp: „Im Moment sehe ich das so.“ Später sagte er: „Wenn ich gesund bin und das Gefühl habe, dass ich der Nationalmannschaft etwas geben und ihr helfen kann, dann können wir noch einmal darüber sprechen.“ Er lobte die Veränderungen beim Verband: „Die Spielweise sieht deutlich besser aus als früher. Und vor allem ist die Stimmung rund um die Nationalmannschaft anders, viel positiver.“ Gespräche führte er mit dem neuen Nationaltrainer Santi Denia und Manager Pavel Nedvěd. Denias Vorgänger Miroslav Koubek und der Verband hatten nach dem Turnier den Vertrag aufgelöst.
Denia bestätigte den Kontakt: „Wir haben vor einer Woche über seine Situation gesprochen: Die Tür ist offen für ihn.“ Schick begründete seinen Rücktritt mit der negativen sportlichen Entwicklung bei Team und Verband sowie dem psychischen Druck.
Sportlich läuft es für ihn in Leverkusen. Wie berichtet, traf er an den ersten vier Spieltagen jeweils und steht nun bei fünf Toren und einer Vorlage in sechs Spielen. Trainer Carles Martínez setzt auf ihn wie kein Bayer-Coach zuvor. Dem Vernehmen nach könnte das Nationalelf-Comeback noch in diesem Jahr folgen.