Stange nach aberkanntem Tor: „Nach dem Spiel war in mir nur Freude“
HSV-Stürmer Otto Stange hat im Interview mit der MOPO über sein aberkanntes Tor in Hoffenheim gesprochen. Der 19-Jährige wäre mit dem Treffer erstmals in der Bundesliga erfolgreich gewesen, die Szene zählte aber nicht.
„Im Moment des Tores war es ein super Gefühl. Es tut mir immer so gut, wenn der Ball hinter die Linie geht“, sagte Stange. Er habe relativ schnell gemerkt, dass der Treffer aberkannt werde. Das habe ihm trotzdem noch mehr Lust aufs Toreschießen gemacht. Über den Sieg des HSV habe er sich umso mehr gefreut: „Nach dem Spiel war in mir nur Freude.“ Er habe schon vorher gewusst, dass er auf dem Platz einen Unterschied ausmachen könne, ob von Beginn an oder als Einwechselspieler.
Im Sturm konkurriert Stange mit Terem Moffi, Yussuf Poulsen und Patson Daka. Bei einer Verletzung eines Kollegen denke er nicht: „Endlich bin ich dran.“ Seine Chance komme, wenn die Zeit richtig sei. Bis dahin gebe er im Training alles und mache Extraeinheiten. Er fühle sich in einer guten Verfassung. Von Poulsen lernt Stange nach eigener Aussage, Bälle festzumachen und zu sichern. Er werde aber nie so spielen wie Poulsen, sondern seinen eigenen Fußball.
Auch über Nicolai Remberg sprach der Stürmer. Der Mittelfeldspieler fällt mit einem Kreuzbandriss aus. „Rambo ist in erster Linie ein super Typ. Ihn jetzt nicht mehr auf dem Platz zu haben, tut weh“, sagte Stange. Remberg sei für die jungen Spieler immer da und ein Vorbild. Stange kann sich vorstellen, dass dessen Reha schneller verläuft als gedacht.
Remberg hatte angekündigt, Spielern in den Hintern zu treten, die in seiner Abwesenheit nicht Vollgas geben. Darauf antwortete Stange lachend: „Ich werde immer alles geben. Das kann ich Rambo versprechen.“