Stieler statt Siebert: Schiedsrichter-Wechsel beim Klassiker in München
Tobias Stieler leitet am kommenden Samstag das Bundesliga-Topspiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund in der Allianz Arena. Er springt für Felix Siebert ein, der wegen einer Wadenverletzung passen muss. Das berichtet der kicker.
Siebert, 42 Jahre alt, hatte sich die Blessur am vergangenen Sonntag beim 3:0 zwischen Hoffenheim und Bayer Leverkusen zugezogen. In der Halbzeitpause war er durch Robert Hartmann ersetzt worden. Im Mai hatte Siebert noch das Champions-League-Finale zwischen Arsenal und Paris Saint-Germain geleitet. Stieler ist wie Siebert deutscher FIFA-Referee.
Beim BVB-Anhang dürfte der Wechsel nicht nur negativ ankommen. Siebert leitete im April 2022 zuletzt ein Spiel der beiden Klubs, das die Bayern 3:1 gewannen. Er übersah ein hartes Einsteigen des damaligen Münchners Benjamin Pavard gegen Julian Brandt, das Gelb hätte nach sich ziehen müssen. Dem kicker sagte er: „Das war der größte Fehler in diesem Spiel.“ Zudem verweigerte er den Dortmundern nach einem Foul von Pavard an Jude Bellingham einen klaren Strafstoß, auch der VAR griff nicht ein. Siebert räumte ein: „Strafstoß wäre die richtige Entscheidung gewesen.“
Auch Stieler ist beim BVB kein unbeschriebenes Blatt. Bei seinem bisher letzten Klassiker vor über sechs Jahren gewannen die Bayern vor Geisterkulisse 1:0. In der 58. Minute übersah er ein Handspiel von Jérôme Boateng, der einen Abschluss von Erling Haaland mit dem Oberarm um den Pfosten lenkte. Der VAR schritt nicht ein.
Zuletzt stand Stieler am Dienstag beim DFB-Pokalspiel zwischen dem HSV und Eintracht Frankfurt in der Kritik. Er verweigerte den Hamburgern einen Elfmeter, nachdem Robin Koch Zakaria El Ouahdi hart zu Fall gebracht hatte. Stieler sprach von einem „klassischen Bodycheck“, räumte nach Ansicht der Bilder aber ein: „Die bessere Entscheidung wäre Strafstoß gewesen.“