Tillman findet bei Leverkusen nicht in die Spur
Leverkusens Rekordeinkauf Malik Tillman steckt in einer schwierigen Phase. Beim 2:4 gegen den VfB Stuttgart begleiteten vereinzelte Pfiffe der eigenen Fans seine Einwechslung in der Schlussphase für Afonso Moreira.
Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes sagte: „Ich finde es schade.“ Er habe die Situation „nicht so extrem“ wahrgenommen, die Pfiffe seien nicht besonders laut gewesen. Zudem sagte Rolfes: „Als Spieler musst du nach vorne gucken, auch in schwierigen Zeiten. Wenn du gerade nicht die beste Situation hast, hilft nur die Flucht nach vorn.“ In jeder Karriere gebe es verzwickte Phasen: „Da musst du auf jeden Fall an dich selbst glauben.“
Tillman war im Sommer 2025 von der PSV Eindhoven gekommen. Der Transfer soll rund 35 Millionen Euro gekostet haben, das machte den 24-Jährigen zum Rekordeinkauf des Klubs. Nach dem Abschied von Florian Wirtz übernahm er dessen Rückennummer zehn. In seiner ersten Bundesliga-Saison blieb sein Ertrag mit sechs Treffern und einer Vorlage überschaubar. Mit Trainer Kasper Hjulmand konnte er sich nie anfreunden.
Im August sagte Tillman im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger: „Ich bin wohl nicht richtig angekommen.“ Ohne den erneuten Trainerwechsel hätte er Leverkusen nach eigener Andeutung womöglich längst verlassen.
Hjulmands Nachfolger Carles Martínez gab ihm eine zweite Chance. In den ersten beiden Ligaspielen unter dem neuen Coach stand Tillman in der Startelf. Einen nachhaltigen Aufschwung leitete das bislang nicht ein.