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Interview

Tillmann: „Es gab keine klare Spielidee“ bei Schalke

13.10.2026 10:09

Schalkes Vorstandsvorsitzender Matthias Tillmann hat im WDR-Interview Bilanz nach rund drei Jahren im Amt gezogen. Der 42-Jährige sagte, bei seinem Start im Januar 2024 habe es im Sport „keine klare Spielidee“ gegeben. Das wollte er unbedingt ändern.

Tillmann beschrieb die Anfangszeit als schwierig. „Wir mussten weg von dieser Kurzfristigkeit und wirklich etwas Nachhaltiges, etwas Langfristiges aufbauen“, sagte er. Dieses langfristige Denken sei vielleicht das Größte, was der Klub bisher erreicht habe. Sofort sichtbare Ergebnisse seien dabei nicht zu erwarten gewesen.

Auch abseits des Sports sah Tillmann Baustellen. Der Klub holte einen externen Vermarkter, was anfangs sehr kritisiert wurde. „Jetzt sieht man die Ergebnisse“, so Tillmann. Bei Innovation und Technologie sei Schalke nicht bereit für die Zukunft gewesen, zunächst habe man Grundlagen schaffen müssen. Erst jetzt komme der Klub in die Phase, in der er Schalke gestalten könne.

Den Gegenwind nannte Tillmann enorm, vor allem vor zwei Spielzeiten, als Schalke bis zum Ende gegen den Abstieg spielte. „Der Druck war enorm und dann reagieren Vereine oft mit Aktionismus“, sagte er. Schalke habe widerstehen wollen. Zuletzt hatte der Klub die Vertragsverlängerung Tillmanns bekanntgegeben, die Laufzeit blieb unveröffentlicht. Der studierte Mathematiker und frühere Investment-Banker sagte, er freue sich, weiter vorangehen zu dürfen.

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