Union hält trotz wachsender Kritik zu Sportchef Horst Heldt
Union Berlin hält trotz des schwachen Saisonstarts an Sportgeschäftsführer Horst Heldt fest. Präsident Dirk Zingler stellte vor dem 1:0 gegen die SV Elversberg klar, dass weder die Position des Sportchefs noch die des Trainers zur Debatte stehe.
Heldt sei ein „dufter Typ und ein guter Fachmann“, sagte Zingler bei Sky. Zugleich räumte er die Lage ein: „Nervös sind wir noch nicht, aber wir sind natürlich alle erwachsen genug und nicht naiv, dass wir in die Punkte kommen müssen.“ Und weiter: „Bei uns redet keiner über Personal, und schon gar nicht nach dem 4. Spieltag.“
Die Kritik richtet sich unter anderem gegen die Kaderplanung. Bemängelt werden ein Überangebot im zentralen Mittelfeld und Lücken auf den Außenbahnen. Zudem konnten weder Bo Svensson noch Steffen Baumgart den Klub nachhaltig stabilisieren. Mit Mauro Lustrinelli verpflichtete Heldt den dritten Trainer innerhalb von zwei Jahren.
Rückhalt erhält Heldt aus der Mannschaft. Nach seinem Siegtor gegen Elversberg lief Offensivspieler Livan Burcu direkt zum Sportchef. „Horst ist einer, der zur Mannschaft sehr eng steht und sehr viel mit uns redet“, sagte Burcu. „Er motiviert mich natürlich jeden Tag und gibt mir immer Selbstbewusstsein, das Gefühl, dass ich sehr gut bin.“