VfB nach Gladbach-Pleite unter Druck: Pokal in Paderborn als Bewährungsprobe
Nach dem 2:3 gegen das bis dahin punktlose Schlusslicht Borussia Mönchengladbach steht der VfB Stuttgart vor dem DFB-Pokal-Spiel beim SC Paderborn unter Druck. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth sprach von einem „Tiefpunkt“. Die Partie wird am Mittwoch um 18.00 Uhr angepfiffen.
Trainer Sebastian Hoeneß sagte, mit einer solchen Leistung „kannst du kein Spiel gewinnen“. Nach sieben Bundesliga-Spielen haben die Schwaben erst sechs Punkte auf dem Konto. „Dann bist du weit weg von der Punktzahl, die wir gerne hätten“, sagte der Coach. Er bemängelte fehlende Präzision im Passspiel und „Spiele, wo du dir zu sicher bist, dass es in deine Richtung läuft“.
In der Champions League hatte der VfB zuletzt starke Auftritte gezeigt: ein 1:1 gegen Atlético Madrid, davor Siege bei Slovan Bratislava (3:0) und gegen Viking Stavanger (3:1). „Die Ausschläge in beide Richtungen sind ganz schön groß“, sagte Wohlgemuth. „Ich glaube, dass es ein Thema ist, dass sich jeder Einzelne fragen muss, bin ich hier ans Limit gegangen, habe ich alles gegeben?“ Die Niederlage nannte er „ein klares Signal an alle“.
Wohlgemuth war zwischen 2020 und 2022 Sport-Geschäftsführer in Paderborn. Er erwartet eine Partie auf Augenhöhe: „Wir müssen da mit Respekt antreten.“
Als einziger Stuttgarter Profi stellte sich Torjäger Ermedin Demirovic den Reportern. Er hatte gegen Gladbach doppelt getroffen (5. und 83. Minute). Ein mentales Problem sieht er nicht: „Ich glaube nicht, dass es der Kopf ist und ich glaube nicht, dass jemand den Gegner unterschätzt hat.“ Zugleich warnte er vor Paderborn, es könne „gefährlich“ werden.
Schon beim 2:0 vor zwei Wochen taten sich die Stuttgarter schwer. Ein frühes Aus des Vorjahresfinalisten würde die Stimmung in Bad Cannstatt weiter gefährden.