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Analyse

VfB Stuttgart: Karazor verliert Stammplatz an Prömel

20.10.2026 10:09

Stuttgarts früherer Mannschaftskapitän Atakan Karazor hat unter Trainer Sebastian Hoeneß seinen Stammplatz im defensiven Mittelfeld verloren. Bei zehn Gegentoren nach sechs Bundesligaspielen, einer Pokalpartie und zwei Champions-League-Spielen steht auch die Rolle des 30-Jährigen auf dem Prüfstand. Das berichtete stimme.de am 19. Oktober.

Hoeneß setzt in dieser Saison häufig auf die Kombination aus Angelo Stiller und Neuzugang Grischa Prömel. Der von der TSG Hoffenheim gekommene Prömel setzt offensiv auffälligere Akzente, muss sich aber möglicherweise noch an die Abläufe gewöhnen. Karazor kam bislang in drei Partien zum Einsatz und blieb sechsmal ohne Spielminuten auf der Bank. Er kommt auf 156 Minuten, Prömel auf 383.

Die Defensive zeigt vor allem nach der Halbzeitpause Schwächen. Zudem erhalten gegnerische Angreifer vor dem Stuttgarter Strafraum wiederholt zu viel Platz. Selbst bei den Siegen gegen Viking Stavanger, den SC Paderborn und in Bratislava offenbarte die Abwehr Lücken. Im Spiel gegen den HSV hatte Karazor nach 66 Minuten eine Zweikampfquote von 57 Prozent. Der eingewechselte Prömel erreichte 80 Prozent. Laut Opta liegt Karazor saisonübergreifend bei gewonnenen Zweikämpfen, gewonnenen Luftzweikämpfen und angekommenen Pässen vor Prömel. Dass seine Abwesenheit die Gegentorbilanz unmittelbar verursacht hat, belegen die Zahlen nicht.

Auch perspektivisch ist Karazors Lage offen. Wie fussballtransfers.com unter Berufung auf den kicker berichtete, gilt er für kommende Transferperioden als Wechselkandidat. Im Sommer gab es demnach keine Angebote, die Spieler und Verein als ausreichend bewerteten. Eine grundlegende Änderung seiner Rolle wird derzeit nicht erwartet.

Der VfB spielt als Nächstes am dritten Spieltag der Champions League. Die Partie ist für Dienstag um 21 Uhr angesetzt.

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