Werder: Fritz lobt Schmetgens nach Pokal-Aus in Dortmund ungewohnt deutlich
Werders Sportchef Clemens Fritz hat Nachwuchsspieler Mick Schmetgens nach dem 2:3 im DFB-Pokal bei Borussia Dortmund ungewöhnlich überschwänglich gelobt. Der 19-Jährige spielte in der zweiten Runde auf der ungewohnten linken Seite und holte den Elfmeter vor dem 1:2-Anschlusstreffer heraus.
„Mick hat es heute einfach überragend gemacht“, sagte Fritz. Er schob nach: „Ihr wisst, ich schmeiße normalerweise nicht mit Sonderlob um mich, weil mir wichtig ist, die Mannschaft im Ganzen zu sehen. Aber Mick heute, in seinem Alter hier in Dortmund, bei so einem wichtigen Spiel: Er hat eine Topleistung gebracht.“ Für Schmetgens war es das zehnte Pflichtspiel für die Profis. Fritz hob hervor: „Man darf auch nicht vergessen, er hat auf der linken Seite gespielt.“ Der gelernte Rechtsfuß und Innenverteidiger musste dort wegen des Ausfalls von Olivier Deman und mangelnder Alternativen aushelfen. Gespielt wurde beim Tabellenzweiten vor 80.000 Zuschauern.
Trainer Daniel Thioune erklärte die Entscheidung. „Ich habe es eigentlich im ersten Moment ausgeschlossen“, sagte er. Arthur, der in Mainz in der zweiten Hälfte links gespielt hatte, sollte auf seiner angestammten Position bleiben, „weil seine Qualität dort sehr, sehr hoch ist“. Auf eine Dreierkette wollte Thioune nicht umstellen, weshalb Oskar Wojcik draußen blieb. „Dann fiel die Wahl auf Mick, der es zuletzt bereits als Hybridspieler gut gemacht hat.“
Nicht alles funktionierte zunächst. „In der ersten Halbzeit musste er viel im Halbraum verteidigen, was okay war, aber da hatten wir auch generell Probleme auf unserer linken Abwehrseite“, so Thioune. Nach der Pause steigerten sich Schmetgens und das Team. „Er hat es richtig gut gemacht“, lobte der Trainer. Intern traut man dem Talent nicht nur den Durchbruch, sondern auch eine große Karriere zu.