Werder führt bei Zweikampfquote die Liga an, Defensive wackelt
Werder Bremen steht unter Trainer Daniel Thioune in mehreren Statistiken an der Spitze der Bundesliga. Sieben Punkte aus den ersten vier Spielen holten die Bremer, seit drei Partien sind sie ungeschlagen. Eine solche Serie gab es am Osterdeich unter Thioune bislang noch nie.
Laut dem Datenerfassungsportal „sportec solutions“ gewinnt Werder 53 Prozent seiner Zweikämpfe und liegt damit ligaweit vorn. Im Vergleich zur Vorsaison sind das vier Prozent mehr. Auch die Chancenverwertung hat sich verbessert: In der vergangenen Saison fiel nur aus jeder 13. Chance ein Tor, jetzt ist es jede siebte.
Großen Anteil daran hat Stürmer Niclas Füllkrug, der wieder zu seiner Form früherer Tage gefunden hat. Er traf zuletzt in drei Spielen in Folge.
Die offensive Stärke hat allerdings eine Kehrseite. Werder lässt im Schnitt mehr Torschüsse (14,3 statt 12,1) und mehr Großchancen (1,5 statt 1,1) zu als in der Vorsaison. Entsprechend steigt auch die Zahl der Gegentore pro Spiel von 1,6 auf 2,0.
Wie deutlich die Defensive noch Arbeit braucht, zeigte das 0:7 im Testspiel gegen Twente Enschede. Thioune hat vor den kommenden Aufgaben also noch einiges zu tun.