Werder-Keeper Hein: „Kindheitsträume, die wahr werden“
Werders Stammtorhüter Karl Hein genießt seine Rolle in der Bundesliga. Im Interview mit BILD spricht der 24-Jährige über seine beste Zeit als Profi, seinen Weg über Spanien nach Bremen und die Nationalmannschaft Estlands.
„Auf jeden Fall“, antwortet Hein auf die Frage, ob er gerade die beste Zeit seiner Karriere erlebe. Er genieße es, jede Woche in der Bundesliga zu spielen. Nach seiner Zeit in Spanien sei das seine zweite Top-Liga-Erfahrung. „Das sportliche Niveau ist in Bremen höher. In Spanien lief es für uns als Mannschaft leider nicht und wir mussten mit Valladolid in die 2. Liga. Hier bringt es viel mehr Spaß.“ Nächte wie in Dortmund oder zuvor gegen Augsburg seien „Kindheitsträume, die wahr werden“.
Wie berichtet, überzeugte Hein beim 2:2 in Dortmund zum vierten Mal in Folge. Dass Werder ihn als „Karl den Großen“ bezeichnete, findet er „wirklich witzig“. Ein Kumpel habe unter seinen Social-Media-Beitrag geschrieben, Bremen habe sein Wortspiel geklaut. Er sei „unfassbar dankbar“. Sein Name werde eigentlich „Häin“ ausgesprochen, mit der Aussprache „Hein“ in Deutschland habe er aber kein Problem.
Für Estland hat Hein bereits 49 Länderspiele bestritten. Eine Teilnahme an einem großen Turnier schließt er nicht aus: „Wir haben eine richtig gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern.“ In den vergangenen zwei Jahren habe die Mannschaft einen spürbaren Schritt nach vorn gemacht. Er sei ein „Junge aus Estland, der ganz normal sein will“, sagt Hein. Im Sommerurlaub werde er in Tallinn oft erkannt und um Fotos gebeten. Es bedeute ihm extrem viel, so viele Kinder inspirieren zu können.