50+1: Bundesliga e. V. bekennt sich klar zur Regel
Das Präsidium des Bundesliga e. V., der früheren DFL, hat sich klar zur 50+1-Regel bekannt. Für den FC Schalke 04 ist das ein wichtiges Signal, weil die Mitbestimmung der Mitglieder im Klub eine zentrale Rolle spielt.
„50+1 ist nach Ansicht des Präsidiums ein zentrales Grundprinzip des deutschen Profifußballs und eine Grundlage für die gesellschaftliche Verankerung des Profifußballs in Deutschland“, heißt es in der Mitteilung. Bereits im August hatte sich das Bundeskartellamt mit der Regel beschäftigt. Die Wettbewerbshüter kamen in ihrer abschließenden Einschätzung zu dem Ergebnis, dass 50+1 zulässig sein kann. Dabei wurde auch eine mögliche Ausnahme vom europäischen Kartell- und Missbrauchsverbot berücksichtigt.
Schalkes Vorstandschef Matthias Tillmann hatte zuvor bei LinkedIn betont: „Entscheidend ist für uns, dass die Mitglieder über ihren Verein auch künftig die Kontrolle behalten.“ Genau das sichert 50+1 grundsätzlich ab. Öffnet sich ein Klub für externes Kapital, soll die Stimmenmehrheit beim Mutterverein bleiben. Eine vollständige Übernahme der Entscheidungsgewalt durch einen Investor wird so verhindert.
Abgeschlossen ist die Diskussion nicht. Im Dezember steht die Mitgliederversammlung des Ligaverbandes an, auf der sich das Präsidium von den Vereinen bestätigen lassen will, dass 50+1 weiter die Richtung vorgibt. Die Angelegenheit werde nach Einschätzung des Präsidiums „die Zusammenarbeit im Ligaverband über Jahre prägen“. Gerichtliche Auseinandersetzungen sollen durch eine „breit getragene Lösung“ vermieden werden.