Baumgart zur HSV-Entlassung: „Die richtige Entscheidung“
Der frühere HSV-Trainer Steffen Baumgart hält seine Entlassung im November 2024 rückblickend für richtig. In der „Sport Bild“ sagte er: „Deswegen war die Trennung, als Stefan mich im November 2024 zum Gespräch gebeten hatte, auch die richtige Entscheidung.“ Gemeint ist der damalige Sportvorstand Stefan Kuntz.
Die Entlassung sei „sauber“ verlaufen, so Baumgart. Der Druck mit dem Ziel Aufstieg sei nach den ausgebliebenen Ergebnissen zu groß geworden. Mit den Verantwortlichen habe er auch in schwierigen Zeiten offen und auf Augenhöhe gesprochen. „Wir waren an einem Punkt angekommen zu entscheiden, neue Wege zu gehen, um das Beste für den Verein, für die Mannschaft zu tun“, sagte er.
Unter seinem Nachfolger Merlin Polzin sei der HSV zu Recht aufgestiegen. Seinem früheren Assistenten bescheinigte Baumgart eine klare Spielidee und Ruhe in schwierigen Situationen. Das habe sich auch vor dem Spiel gegen Köln nach drei Niederlagen zum Saisonauftakt gezeigt. Zudem genieße Polzin als langjähriger HSV-Fan, der beim Verein groß geworden sei, „einen kleinen Bonus“. Die vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2029 nannte Baumgart richtig, der Klub habe ein klares Zeichen gesetzt: „Merlin ist unser Trainer für die Zukunft.“
Den HSV zählt Baumgart zu den drei oder vier größten Klubs Deutschlands. „Erst wenn man für den HSV gearbeitet hat, merkt man, welche Wucht dieser Verein hat.“ Zum jüngsten Testspiel gegen Kopenhagen kamen 55.000 Zuschauer. Die Verantwortlichen blieben realistisch: „Sie bauen keine Luftschlösser.“ In dieser Saison gehe es nur um den Klassenerhalt.