Bayern: Chefscout-Suche, Spur zu Vivell soll abgekühlt sein
Beim FC Bayern ist die Suche nach einem Nachfolger für Scouting-Chef Nils Schmadtke offen. Der bislang aussichtsreichste Kandidat Christopher Vivell, Director of Recruitment von Manchester United, ist laut Absolut Bayern nicht mehr der klare Favorit. Die Spur soll abgekühlt sein.
Sportdirektor Christoph Freund ist damit beauftragt, einen Nachfolger zu finden. Aus gemeinsamen Zeiten bei Red Bull Salzburg kennt er Vivell bestens, beide schätzen sich menschlich und beruflich. Vivell hat bei United einen Vertrag bis 2027. Sportvorstand Max Eberl, laut Organigramm über Freund angesiedelt, soll dem Vernehmen nach aber nicht davon überzeugt sein, weitere Entscheidungsträger aus dem RB-Kosmos zu holen.
Wie berichtet, trennt sich Bayern zum 31. Januar 2027 einvernehmlich von Schmadtke, dessen Vertrag im Sommer ausgelaufen wäre. Eberl hatte den 37-Jährigen im Herbst 2024 aus Gladbach geholt. Schmadtke baute die Scouting-Abteilung personell um und setzte auf ein aufwendiges Live-Scouting vor Ort. Auch sein Auftreten soll kritisch gesehen worden sein. Am Donnerstag verteidigte er sich via LinkedIn: „Ich habe nie vertrauliche Informationen an Medien weitergegeben.“ Und weiter: „Menschen in meiner Verantwortung habe ich nie herabgesetzt. Fordernd bin ich, auch unbequem, wenn es um Qualität geht. Respektlos bin ich nicht.“
Schmadtke ist nicht mehr ins Tagesgeschäft eingebunden. Nach Informationen von Absolut Bayern schlug er intern aber bis zuletzt Spieler vor und nahm Kontakt zu deren Beratern auf, was bei Agenturen für Verwunderung gesorgt haben soll. Eberl sagte zur Nachfolge: „Wir werden es erst mal intern machen.“ Laut Sky ist Christoph Kresse die Interimslösung als Chefscout.