Boniface nach Kabinengang: Aussprache ohne Strafe, nicht im Europa-League-Kader
Leverkusens Stürmer Victor Boniface hat sich nach seinem Kabinengang beim 4:3 in Mainz mit Trainer Carles Martínez ausgesprochen. Eine Strafe gibt es vom Verein nicht. Für die Europa League wurde der Nigerianer nicht gemeldet und trat, während die Mannschaft den Abflug nach Posen vorbereitete, den Heimweg an.
Wie berichtet, hatte Boniface am Samstag in der Schlussphase die Bank verlassen und sich in die Kabine zurückgezogen, nachdem Martínez erneut andere Spieler eingewechselt hatte. Die Aussprache fand am Sonntagmorgen statt. „Carles hat direkt am Tag nach dem Spiel mit ihm gesprochen, um das Thema dann damit auch abzuhaken. Es ist erledigt“, sagt Sport-Boss Simon Rolfes.
Boniface zeigte laut Rolfes Reue und entschuldigte sich. „Er hat schon in der Kabine relativ lange gesessen, wo wir auch alle da waren. Ich glaube, dass er schon direkt nach dem Spiel gemerkt hatte, dass es vielleicht nicht das Beste war“, sagte Rolfes. Zugleich stellte er klar: „Das geht nicht. Das weiß Boni aber auch. Es ist wichtig, dass wir eine Mannschaft sind und jeder das Team in jedem Moment unterstützt.“
Der Stürmer hatte sich nach großen Knieproblemen zurückgekämpft. „Er war vielleicht enttäuscht, weil er sich mittlerweile viel mehr Hoffnung macht als vor sechs Wochen“, sagte Rolfes. Seit Anfang Juli sei es eine „sehr positive Entwicklung“, doch Boniface müsse „noch Schritte machen“. Rolfes ist überzeugt: „Das passiert ihm nicht noch mal.“