Cramer zu El Mala: „Wir zahlen keine verrückten Preise“
Dortmunds Geschäftsführer Carsten Cramer hat die Transferpolitik des BVB nach dem gescheiterten Werben um Kölns Said El Mala verteidigt. Bei einem Round-Table-Termin in München sagte er, der Klub habe sich durch die lange Transfersaga im Sommer nicht in die Karten schauen lassen.
„Aus unserer Sicht haben wir ein riesiges Angebot abgegeben, für das wir vor fünf Jahren vielleicht nicht so viel gezahlt hätten“, sagte Cramer. Die Summen auf dem Transfermarkt veränderten sich, doch der BVB zahle keine „lächerlichen oder dummen“ Preise. Finanzielle Risiken für Erfolge werde man nicht eingehen. Sky und BILD hatten berichtet, Dortmund habe bis zu 50 Millionen Euro geboten, was Köln abgelehnt habe. Cramer entgegnete: „Wir haben die Ablöse nie öffentlich genannt, das ist weiterhin ein Gerücht. Wir haben nur gesagt, dass wir bereit sind, viel Geld auszugeben.“
Dass andere Klubs nun wüssten, der BVB könne mehr zahlen, beunruhige ihn nicht. „Jeder weiß, dass wir ein starker und finanziell sehr gesunder Klub sind. Wir müssen unsere Stärken nicht verstecken“, sagte Cramer. Bei einem überzeugenden Talent sei man bereit, auch eine hohe Summe zu zahlen.
Köln hatte Ende August den Vertrag mit El Mala bis Juni 2031 verlängert. Eine neue Offensive des BVB schloss Cramer aus: „Wir sind mit unserem Kader zufrieden.“ Die Gespräche mit Köln habe man beendet, weil man auch andere Ideen gehabt habe. Als Beispiele nannte er Giannis Konstantelias, Kostas Karetsas und Joey Veerman, für die der BVB viel Geld ausgegeben habe. Dazu komme Joane Gadou, den der Klub früh aus Salzburg geholt habe. Über das Vorgehen in den nächsten Transferfenstern sei noch nicht entschieden, zu einzelnen Spielern gebe es keinen Kommentar.