Dreesen weist BVB-Vorwurf zurück: „Das halte ich für Unsinn“
Bayerns Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hat den Vorwurf zurückgewiesen, der FC Bayern habe Borussia Dortmund gezielt geschwächt. In einem Interview mit der Sport BILD sagte er: „Das halte ich für Unsinn.“ Anlass waren die Wechsel mehrerer früherer BVB-Stars nach München.
Mario Götze, Robert Lewandowski und Mats Hummels waren allesamt vom BVB zu den Bayern gewechselt. Dreesen begründete die Haltung des Klubs so: „Wir sind immer auf der Suche nach den besten Spielern für unsere Mannschaft“, erklärte der 59-Jährige. Bei Lewandowski sieht er die Entscheidung bestätigt. „Gerade das Beispiel Lewandowski und der Erfolg, den er mit uns in den Folgejahren hatte, zeigt, dass wir den perfekten Stürmer für uns geholt haben“, sagte Dreesen. Der Pole war 2014 ablösefrei aus Dortmund gekommen.
Bei Hummels verwies Dreesen auf einen zusätzlichen Bezug, denn der Innenverteidiger hatte in der Jugend und zu Beginn seiner Profikarriere bereits für die Münchner gespielt. Zudem landete nicht jeder interessante Dortmunder in München. Erling Haaland, Jude Bellingham und Jadon Sancho seien für die Bayern durchaus interessant gewesen, wechselten aber in die Premier League oder zu Real Madrid.
Im selben Interview betonte Dreesen den gegenseitigen Respekt. Auf dem Platz bleibe man Konkurrent, international seien Bayern und Dortmund aber wichtige Zugpferde der Bundesliga. Wie berichtet, hatte Dreesen bereits am Vortag erklärt, die Bayern könnten sich „jeden Spieler leisten“, wollten aber nicht jeden.