Freiburg gegen Bayern: Fünf Gründe für eine Überraschung
Der SC Freiburg empfängt am Sonntag den FC Bayern München und hat gegen den Rekordmeister noch eine Rechnung offen. Im letzten Duell führte der Sport-Club bis zur 81. Minute mit 2:0. Dann glich Tom Bischof per Doppelpack aus, Lennart Karl erzielte in letzter Minute den Siegtreffer.
Auch im Hinrundenspiel in München lag Freiburg mit 2:0 vorne und ging dennoch unter. Diesmal sprechen mehrere Zahlen für das Team von Trainer Julian Schuster. Mit 15 Saisontoren stellt der SC den fünftbesten Angriff der Liga. Nach sechs Spieltagen hatte Freiburg in der Bundesliga noch nie so viele Treffer erzielt. Der SC blieb in keinem Spiel ohne eigenes Tor und weist mit +3,8 die beste Abschluss-Effizienz der Bundesliga auf. Bayern liegt bei +0,2.
Zudem gewann Freiburg alle Heimspiele dieser Saison. Werder, Gladbach und Schalke wurden mit insgesamt 11:2 Toren besiegt, international kamen sieben Treffer gegen Motherwell und Jablonec hinzu. Vier Siege in den ersten vier Bundesliga-Heimspielen gelangen dem SC erst einmal, 2016/17 unter Christian Streich.
Eine besondere Rolle könnte Stürmer Lucas Höler spielen. Der 32-Jährige erzielte fünf Bundesliga-Tore gegen Bayern. 2022/23 schoss er den SC zudem per Strafstoß im DFB-Pokal-Viertelfinale in München zum Sieg. Gegen keinen anderen Klub kommt er auf mehr als sechs Pflichtspieltore. In der Bundesliga wartet er in dieser Saison noch auf seinen ersten Treffer.
Bayern führt die Tabelle aktuell an, das gelang den Münchnern in dieser Saison schon zum zweiten Mal. Noch kein Tabellenführer gewann in dieser Saison sein nächstes Spiel: Es gab vier Unentschieden und eine Niederlage.
Auswärts ist Bayern nur Dritter. Das 0:0 auf Schalke und das 2:2 in Augsburg kosteten so viele Punkte wie in der gesamten Hinrunde der Vorsaison. Freiburg holte zu Hause vier Punkte mehr, als Bayern auswärts sammelte.