← Zurück
Wappen
Interview

Eberl kritisiert Tuchel-Zeit: „Wie ein Mantel der Schwere“

05.11.2026 12:17

Bayerns Sportvorstand Max Eberl hat die Zeit unter Thomas Tuchel kritisch aufgearbeitet. Im Mitgliedermagazin des FC Bayern beschreibt er den Zustand der Mannschaft bei seinem Amtsantritt im März 2024. Tuchel trainierte den Rekordmeister von März 2023 bis Juni 2024 und ist heute Trainer der englischen Nationalmannschaft.

„Bei einer Mannschaft wie Bayern ist die Lust mitentscheidend, zusammen etwas Großes zu erreichen. Und darauf hat der Trainer einen Rieseneinfluss“, sagt Eberl. Er fährt fort: „Als ich nach meinem Start im März 2024 die ersten Male im Profihaus war, habe ich gedacht: Was für eine Lethargie. Wie ein Mantel der Schwere.“ Die Kritik zielt vor allem auf Tuchel, der zu diesem Zeitpunkt noch Trainer war.

Als Hauptgrund für die veränderte Atmosphäre in Kabine und Verein nennt Eberl Tuchels Nachfolger Vincent Kompany. „Leute, wir sind beim FC Bayern München! Wir können jedes Jahr Meister werden, wir müssen doch Freude haben. Das hat Vincent Kompany komplett wiederbelebt. Viele Spieler sind dieselben, aber sie wirken wie ausgewechselt“, sagt der Sportvorstand.

Es ist nicht das erste Mal, dass Eberl öffentlich Kritik an Tuchel übt. Auch Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Aufsichtsratsmitglied Karl-Heinz Rummenigge hatten über atmosphärische Störungen berichtet. Dabei wollte Eberl nach der vorzeitigen Trennung zwischenzeitlich doch weiter mit Tuchel arbeiten, dessen Vertrag bis Juni 2025 gelaufen wäre. Zuvor hatten Wunschkandidaten wie Xabi Alonso, Julian Nagelsmann und Ralf Rangnick abgesagt.

Nachdem auch daraus nichts geworden war, holte Eberl im Sommer 2024 Kompany für rund 10,5 Millionen Euro vom FC Burnley. Der Belgier gewann mit Bayern bereits zwei Meisterschaften und einen DFB-Pokal. In der vergangenen Saison erreichte er das Halbfinale der Champions League.

Kommentare

Lade Kommentare…

Bitte anmelden, um Kommentare zu schreiben.