Frankfurt: Chatzialexiou setzt auf Kontinuität mit neuem Akzent
Eintracht Frankfurt verändert seine Transferstrategie unter dem neuen Sportvorstand Joti Chatzialexiou nur in Teilen. Der Vorstandsvorsitzende Axel Hellmann kündigte an, die Ausrichtung werde sich „dem Markt anpassen“, eine radikale Wende soll es aber nicht geben.
„Wir werden keine 180-Grad-Drehung dessen machen, was wir in den letzten Jahren gemacht haben“, sagte Hellmann. Frankfurt sei eine internationale Stadt, in der Menschen aus „aller Welt willkommen“ seien. Die Transferstrategie solle jedoch „modifiziert werden“.
Chatzialexiou wechselt aus Nürnberg nach Frankfurt und ist im Stadtteil Sachsenhausen aufgewachsen. In Franken verpflichtete er datengetrieben Talente aus dem In- und Ausland und verkaufte sie weiter, auch nach Frankfurt. Nathaniel Brown spielt heute beim FC Bayern, Can Uzun gehört neuerdings zur Frankfurter Startelf. Zuletzt hatte Chatzialexiou vor allem deutsche Nachwuchsspieler im Blick. Sein Vorgänger Markus Krösche hatte es in Frankreich und Skandinavien versucht, bevor dort auch englische Wettbewerber auftauchten.
Hintergrund ist der Wunsch, einen Gang zurückzuschalten. Mit hohen Transfereinnahmen gingen auch hohe Gehälter einher, die Eintracht musste viel mit Spielern verdienen, um am Jahresende ein Plus zu erreichen.
Mit Jeremiaha Maluze verpflichtete Frankfurt einen vielversprechenden Abwehrspieler aus Erfurt. Die Nachwuchsspieler Niko Iličević und Alexander Staff drängen früher oder später zu den Profis. Sportlich ist die Lage ruhiger: Die Eintracht kam im Pokal in Hamburg weiter und gewann zwei der vergangenen drei Bundesligaspiele.