Frankfurt und Krösche trennen sich mit sofortiger Wirkung
Eintracht Frankfurt und Sportvorstand Markus Krösche haben ihre Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung beendet. Der Aufsichtsrat des Bundesligisten entsprach am Sonntag dem Wunsch Krösches nach einer sofortigen Freistellung, wie der Klub mitteilte.
Der Aufsichtsrat stimmte dem Wunsch laut Mitteilung bei einer außerordentlichen Sitzung am Sonntagabend einstimmig zu. Krösche besaß noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028. „Der Vertrag besteht angepasst fort“, gab der Klub bekannt, ohne weitere Details zu nennen. Wie berichtet, galt das Aus des Sportchefs zuletzt als sicher.
In einer persönlichen Erklärung begründete Krösche den Schritt: „In den vergangenen Monaten habe ich mich intensiv mit meiner persönlichen Situation und meiner beruflichen Zukunft beschäftigt.“ Nach mehr als fünf Jahren in Frankfurt habe er das Gefühl entwickelt, „dass ich eine Veränderung brauche – und der Eintracht womöglich ein neuer Impuls auch helfen könnte“. Präsident Mathias Beck würdigte Krösches Anteil an der Entwicklung des Klubs: „Der Gewinn der Europa League, die Teilnahmen an der Champions League und die Weiterentwicklung unserer Mannschaft stehen beispielhaft für diese außergewöhnliche Zeit.“
Die Aufgaben des Sportvorstands übernimmt kommissarisch Axel Hellmann. Er steigt zudem vom Vorstandssprecher zum Vorstandsvorsitzenden auf. Die langfristige Besetzung des Sportressorts soll in den nächsten Wochen entschieden werden. Dem Verein sei es wichtig gewesen, die Frage vor der anstehenden Mitgliederversammlung zu klären und öffentlich zu kommunizieren.