Neururer fordert Krösche-Aus, Lauth sieht Frankfurt nur im Mittelmaß
Der frühere Bundesligatrainer Peter Neururer hat die Ablösung von Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche gefordert. Nach der 0:6-Niederlage bei RB Leipzig und fünf Punkten aus fünf Spielen wächst vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln der Druck auf die Eintracht.
„Eine Spitzenmannschaft aufzubauen, ist Krösche gelungen, aber in der Spitze zu bleiben, nicht – sein Auftrag ist beendet!“, urteilte Neururer. Er erkennt an, dass Krösche eine konkurrenzfähige Mannschaft aufgebaut und durch Verkäufe hohe Einnahmen erzielt hat. Seit dem Abschied von Trainer Dino Toppmöller habe sich das Team trotz Transfereinnahmen und Investitionen aber nicht verbessert, die Leistungen seien deutlich zurückgegangen. Ein Klub könne seine besten Spieler nicht Jahr für Jahr verkaufen, wenn er dauerhaft zur Champions-League-Konkurrenz gehören wolle. Frankfurt kassierte in fünf Saisonspielen 16 Gegentore.
Auch Benjamin Lauth kritisiert die Lage. Er ordnet Borussia Dortmund, RB Leipzig, Bayer Leverkusen und inzwischen auch den SC Freiburg vor der Eintracht ein. „Jetzt im Sommer-Transferfenster war es das erste Mal, wo das nicht so gepasst hat“, sagte Lauth. Mit Hugo Larsson und Jean-Matteo Bahoya hätten erneut junge Spieler den Klub verlassen, mehrere Neuzugänge müssten noch Erfahrung auf höchstem Niveau sammeln. „Deswegen ist sie für mich aktuell nur Mittelmaß“, sagte er.
Wie berichtet, gilt Krösches Aus intern als nahezu sicher, bei der Mitgliederversammlung am 19. Oktober steht Präsident Mathias Beck zur Wiederwahl. Trainer Adi Hütter nahm Kapitän Robin Koch gegen Leipzig bereits zur Halbzeit vom Feld. Am Wochenende empfängt Frankfurt den 1. FC Köln.