Gladbach-Präsident Bonhof kündigt nach Derby Konsequenzen für Chaoten an
Gladbachs Präsident Rainer Bonhof hat sich nach den Vorfällen im Rheinderby beim 1. FC Köln in einem offenen Brief an die Fans gewandt. Er kündigte an, die Verantwortlichen für den Einsatz von Raketen und Böllern zu identifizieren und konsequent zu bestrafen.
Auf der vereinseigenen Homepage schrieb Bonhof am Dienstag: „Das, was mir in den letzten 24 Stunden an Videomaterial und Berichten zum Verhalten von Fans unseres Vereins zugegangen ist, lässt mich Enttäuschung und Scham fühlen.“ Er war am Sonntag vor Ort und verschaffte sich am Montag ein umfangreicheres Bild. Insgesamt wurden sechs Personen verletzt, darunter ein Kind.
Deutlich wurde der Präsident in seiner Wortwahl: „Diese Personen haben die Werte unserer Borussia verraten.“ Leidtragende seien die verletzten Zuschauer, denen er eine rasche Genesung wünschte, und alle Fans, die miterleben mussten, wie „eine absolute Minderheit das Ansehen unseres Vereins beschädigt“. Weiter hieß es: „Wer Stadionbesucher jeder Art wissentlich in Gefahr bringt, beweist, dass es ihm nicht um Fußball geht. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, diese Täter zu identifizieren, um sie für ihre Taten konsequent zu bestrafen.“
Wie berichtet, hatten Köln und Gladbach die Ausschreitungen bereits verurteilt. Sportlich steckt Gladbach tief in der Krise: Nach fünf Spieltagen steht die Mannschaft ohne Punkt da, und für Trainer Alexander Blessin endete die Premiere im Derby mit einer Niederlage. Bonhof rief die Anhänger auf, zusammenzustehen: „Lasst uns gemeinsam beweisen, dass wir die Unterstützer sind, die dieser Verein und diese Mannschaft braucht.“