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Analyse

Gladbach unter Blessin: Viele Baustellen vor dem Rheinderby

07.10.2026 19:38

Borussia Mönchengladbach will unter dem neuen Trainer Alexander Blessin die Talfahrt stoppen. Die lange Länderspielpause war für den Coach Fluch und Segen zugleich: Er hatte viel Zeit für seine Idee, doch wichtige Spieler fehlten.

Besonders die Defensive betraf das. Mit Ko Itakura (Japan), Kevin Diks (Indonesien), Jan Leszczynski (Polens U20) und Fabio Chiarodia (Italiens U21) waren alle vier möglichen Innenverteidiger bei ihren Nationalmannschaften. Blessin wird auf Dreierkette umstellen. Auch die Offensivkräfte Wael Mohya (deutsche U21) und Hugo Bolin (Schweden) fehlten. Wer Einheiten verpasst hat, erhält laut Bericht „Frontalunterricht“, denn die Maßnahmen müssen direkt übernommen werden.

Das erste Testspiel beim FC St. Pauli, Blessins Ex-Klub, endete 1:1. Dabei machte Gladbach laut Sportschau genau die Fehler, die es auch in der Bundesliga gemacht hatte. „Die ersten 30 Minuten haben gezeigt, dass Qualität da ist. Aber wir haben noch was zu arbeiten, müssen uns verbessern und die Fehler abstellen“, sagte Blessin. Damit hat er das gleiche Problem wie sein Vorgänger Eugen Polanski: starke Phasen, aber noch kein ganzes Spiel auf hohem Niveau.

Verbessert hat sich die Balance. Die Borussen stehen defensiv nicht mehr so offen und sind nicht mehr leicht auszukontern. Das Verteidigen im Team mit festen Abständen ist bereits zu erkennen. „Im tieferen Block zu stehen, heißt nicht, inaktiv zu sein. Das müssen wir einfach lernen“, forderte Blessin. Mit 16 Gegentoren stellt Gladbach die schwächste Defensive der Liga.

Am 11. Oktober steht im Rheinderby beim 1. FC Köln das erste Pflichtspiel unter Blessin an. Gladbach ist nach vier Niederlagen punktlos.

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