Gosens über neue Generation: „Fühlt sich immer sofort angegriffen“
Schalkes Linksverteidiger Robin Gosens hat im Podcast „Copa TS“ von Tommi Schmitt über den Umgang junger Profis mit Kritik gesprochen. „Die neue Generation ist noch mal ein Stück weit sensibler, als wir das waren“, sagte der Aufsteiger-Profi.
Gosens führte aus: „Wir sind noch als Spieler groß geworden, die auch mal etwas akzeptieren konnten, die auch mal leise sind, die auch mal im Stillen einfach weitergearbeitet und auf ihre Chance gewartet haben.“ Heute komme eine Generation nach, „die immer ein Widerwort gibt, die sich sofort angegriffen und schlecht behandelt fühlt und immer eine Erklärung haben will“. Bleibe diese aus, riefen manche den Berater an. Daraus folgert Gosens neue Anforderungen an Trainer: „Kommunikation und Empathie“ würden im Umgang entscheidender. „Das wird mit die wichtigste Aufgabe von zukünftigen Trainern, die in das Business reinströmen.“
Sportlich erwischte Schalke einen durchwachsenen Start. Der Aufsteiger steht auf Platz 15, holte ein 0:0 gegen den FC Bayern und gewann bei Union Berlin. Zuletzt blieb die Mannschaft aber in drei Heimspielen ohne eigenen Treffer. Nach dem 0:1 gegen Mainz sagte Kapitän Kenan Karaman: „Das war nicht gut genug.“ Gosens, der vor der Saison aus Florenz kam, warnte vor „Panik“: „Es ist für uns als Spielergruppe, als Verein, als Mannschaft sehr wichtig, dass wir einfach locker bleiben.“
Der langjährige Serie-A-Profi beschrieb auch die Extreme des Geschäfts: „Wenn du gewinnst, ist alles top, du darfst dir alles erlauben.“ Ohne Siege werde alles hinterfragt. Am Samstag spielt Schalke beim 1. FC Köln.