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Interview

Hamann stellt sich im Streit um Lennart Karl hinter das Bayern-Talent

07.11.2026 19:38

Sky-Experte Dietmar Hamann hat sich in der Debatte um Bayerns Offensivtalent Lennart Karl demonstrativ vor den 18-Jährigen gestellt. Vor der Bundesliga-Konferenz am 7. November forderte er, dem Youngster seine Eigenheiten zuzugestehen.

Auslöser der Diskussion war unter anderem Karls Auftritt im auffälligen pinken Trainingsanzug bei einem Champions-League-Spiel. Ehrenpräsident Uli Hoeneß forderte in der Welt am Sonntag Demut und kündigte ein ernstes Gespräch an. Bei DAZN sagte er, ein pinkfarbener Anzug sei „nie vernünftig“, der Youngster müsse durch Fußball überzeugen. Lothar Matthäus riet Karl zu weniger Social Media und mehr Leistung auf dem Platz. Karls Berater Michael Ballack wehrte sich gegen die Rüge und betonte, sportliche Entwicklung dürfe nicht mit der Außendarstellung vermischt werden.

Hamann sagte nun: „Jetzt haben wir zehn Jahre gewartet, dass wir einen finden, der anders ist. Jetzt haben wir einen und versuchen, ihn auch noch umzudrehen.“ Weiter erklärte er: „Es gibt Spieler, die brauchen das, die wollen anecken, weil sie dadurch das Beste aus sich herausholen.“ Die Kritiker gehe nicht an, was Karl anziehe oder mit wem er zusammen sei. Sportvorstand Max Eberl hatte zuvor von einem normalen Reifeprozess gesprochen, Thomas Helmer warnte vor Flausen im Kopf.

Sportlich antwortete Karl auf seine Weise. Wie berichtet, erzielte er beim 2:0 bei Atlético Madrid den Führungstreffer und feierte mit einer schnappenden Handbewegung, die weithin als Reaktion auf die Kritik verstanden wurde. Gegen Mainz legte er mit einem weiteren Treffer nach.

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